Murray Perahia wird mit der Nachtigall 2011 geehrt

Frankfurt / Bonn / Berlin, 27. Juni 2011. Im Rahmen eines Konzertes in der Alten Oper Frankfurt wird am 7. September 2011 zum ersten Mal die “Nachtigall” verliehen. Preisträger ist der Pianist Murray Perahia.
Dieser neue Musikpreis ist verbunden mit dem traditionsreichen Ehrenpreis der Deutschen Schallplattenkritik, der alljährlich herausragende Persönlichkeiten des Musiklebens auszeichnet, die sich als Interpreten, Künstler oder Produzenten um die Musikaufzeichnung auf Ton- und Bildtonträgern verdient gemacht haben. In der Begründung der Jury heißt es, Perahias langjähriges Wirken als Pianist sei maßstäblich zu nennen, seine Auftritte in Solorecitals ebenso herausragend wie neuerdings auch die als Dirigent. Mit seinen Referenz-Einspielungen von Werken Bachs, Beethovens und Mozarts habe Perahia das klassische Musikleben nachhaltig beeinflusst und bereichert.

Nachtigall - Photo: Boris Streubel

Bei der Nachtigall handelt es sich um eine achtzehn Zentimeter hohe Bronzeskulptur, die der für seine spektakulären großformatigen Bilder bekannte Künstler Daniel Richter für den “Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.” (PdSK) neu geschaffen hat. Richter, einer der Superstars der neueren deutschen Malerei, hat seine genreüberschreitende Liebe zur Musik schon mehrfach unter Beweis gestellt, so kaufte er zum Beispiel das Hamburger Independent-Label Buback, und er schuf fantastische Bühnenbilder für die Salzburger Festspiele (Lulu 2010, Blaubarts Burg 2008). Die Nachtigall-Skulptur stiftete er dem PdSK als ein Geschenk zu dessen dreißigjährigem Jubiläum. Sie stellt stilisierte Singvögel dar, als Material wurden Münzen verwendet. So reflektiert diese Skulptur den Begriff Preis im Sinne einer ideellen, nicht-materiellen Wertschätzung und spielt zugleich auf den musikalischen Kontext an. Großzügigerweise hat der Salzburger Galerist Thaddaeus Ropac die Herstellung der Nachtigall-Skulpturen finanziert. Die beiden Künstler Perahia und Richter werden bei der festlichen Preisverleihung am 7. September in der Alten Oper Frankfurt erstmals zusammentreffen.
Im Verein “Preis der deutschen Schallplattenkritik”, bekannt durch die vierteljährlich herausgegebenen Bestenlisten, sind zur Zeit 145 Musikkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz organisiert, sie sichten und evaluieren in 29 Fachjurys sämtliche Neuerscheinungen auf dem Tonträgermarkt. Die Juroren des Jahresausschusses haben für 2011 insgesamt drei Ehrenpreise ermittelt. Neben Perahia werden im Herbst auch noch Sven Regener (Element of Crime) und Simon Perry (Director of Hyperion Records) ausgezeichnet.

Pressemitteilung

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